Freitag, 19. September 2014

Ehrenamtskarte: Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) und Bürgermeister Karen-Jungen sind sich einig



"Die Ehrenamtskarte für Düsseldorf soll eingeführt werden" waren die Worte von Bürgermeister Günter Karen-Jungen (Grüne), der sich heute als Mitglied des Seniorenbeirates verabschiedet, da er als 3. Bürgermeister nun ein Amt inne habe, welches ihn auf allen Ebenen fordere. Er werde sich jedoch als Bürgermeister besonders für die Belange des Seniorenbeirates, dem er zehn Jahre lang angehörte, einsetzen. So sei eine seiner ersten Amtshandlungen, dafür zu sorgen, dass die Ehrenamtskarte für Düsseldorf eingeführt wird. Auch Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD), der ein wenig später seine Antrittsrede vor dem Seniorenbeirat hielt, sprach sich für die Einführung der Ehrenamtskarte aus. Er werde auf der nächsten Ratssitzung die Weichen für die Einführung stellen. In der Vergangenheit wurden Anträge für die Einführung von CDU und FDP abgelehnt, weil einzelne kritische Stimmen den Verwaltungsaufwand, der mit der Einführung der Karte einhergehe, zu groß fanden. 

Wochenpost/10.2013
Anfang 2013 hat sich das damalige Ratsfraktionsmitglied der FREIEN WÄHLER, Peter Ries, mit der Ehrenamtskarte beschäftigt. Mit Anfragen, einer Petition, öffentliche Infostände, Zeitungsberichte, Internetberichte sowie einem Blog (http://ehrenamtskarte.blogspot.de ) auf die Ehrenamtskarte NRW aufmerksam gemacht und die Parteien für diese Thema sensibilisiert. So wurde das Thema Ehrenamtskarte bei den Wahlen 2014 erneut in den Vordergrund gerückt. "Es ist mir eine große Freude, miterleben zu dürfen, dass all meine Interventionen , Anträge, Petitionen  und Anfragen im Rat der der Landeshauptstadt Düsseldorf, und als Mitglied im Seniorenbeirat, dazu mit beigetragen hat, dass die Ehrenamtskarte NRW für Düsseldorf nun endlich eingeführt werden soll", so Peter Ries.


Peter Ries sammeltUnterschriften


Derzeit arbeiten in Deutschland mehr als 23 Millionen Menschen ehrenamtlich. Ohne dieses Engagement gäbe es viele Einrichtungen und Dienstleistungen nicht, die wir inzwischen als selbstverständlich betrachten. Die „Ehrenamtlichen“ arbeiten in Kindergärten, in Schulen, in Sport- und Kulturvereinen, betreuen Alte und Kranke, pflegen öffentliche Anlagen und erfüllen viele weitere Aufgaben für das Gemeinwohl. Gerade weil ehrenamtlich Aktive nicht im eigentlichen Sinne für ihre Arbeit entlohnt werden, ist es für sie besonders wichtig, dennoch eine gewisse Anerkennung und Achtung ihrer Tätigkeit zu finden. Damit diese Anerkennung auch in die Öffentlichkeit wirkt, gibt es z.B. die Möglichkeiten der offiziellen Anerkennung durch die feierliche Vergabe der Ehrenamtskarte NRW. 

Einer 2010 erstellten Studie von „betterplace lap“ zufolge liegt Deutschland mit einer Engagementquote von 36% über dem europäischen Durchschnitt. Der Anteil an der Bruttowertschöpfung in Deutschland liegt bei 4,1 Prozent bzw. 89 Milliarden Euro jährlich. 13 Milliarden Euro davon stammen aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen von Privatpersonen, Unternehmen und Banken.

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